Angekommen
... endlich
Nach langem Hin- und Herreisen sind wir nun endlich in unserem Haus angekommen.
Super Haus!
Groß und mit eigenem Innenhof. Vor dem Haus steht ein Bananenbaum.
Bis zur Schule sind es etwa 300m, bis zum Ort (Igawilo (mir ist noch nicht ganz klar ob das ein eigener Ort ist oder ein Stadtteil Mbeayas. Offiziell wohl letzteres.)).
Im Ort kann man eigentlich alles kaufen, was man zum Leben so braucht (oder auch nicht). Und als die einzigen zwei Weißen sind wir im Ort inzwischen gut bekannt und werden von Gemüsehändlern, DallaDalla- (Minibus-)Fahrern und kleinen Kindern umworben, sobald wir aus dem Haus gehen.
Obwohl wir nur etwa 10km von Mbeya-Stadtmitte entfernt sind, dauert die Fahrt mit dem Dalla zum Teil mehr als eine Stunde (je nach Fahrer und Fahrstil...). Aber Dalla-Fahrten sind mir einen eigenen Eintrag wert, den ich später einmal nachliefern werde. (Schließlich kann ich nicht jetzt schon über alles schreiben - nicht dass mir die Themen ausgehen... ;) )
Dass wir beide zu groß für afrikanische Maßstäbe sind, haben wir recht schnell in zweifacher Hinsicht gemerkt:
Unsere Betten sind zu kurz, dafür aber fast doppelt so breit wie Standardbetten hier (Obwohl uns Father Sanga stolz verkündet hat, er habe zu dem Schreiner gesagt: „Germans are very tall...“ - da muss wohl jemand etwas falsch verstanden haben.)
Macht ja nichts, in der Diagonale passt's.
Auch die Türen sind etwas zu niedrig für uns. Aber auch daran gewöhnt man sich erstaunlich schnell. Tut ja auch weh.
Nur die Türe im Sekretariat unserer Schule hat eine Türe in unserer Höhe. Peinlich, wenn man dort hindurchgeht und reflexartig den Kopf einzieht...
Leider waren noch nicht alle Renovierungsarbeiten am Haus erledigt, dafür hatten wir die einmalige Chance die Arbeitsweise tansanischer Handwerker näher kennen zu lernen.
Auch mal interessant.
Zeit spielt hier definitiv eine untergeordnete Rolle…
Der Einbau verschiedener Dinge im Haus (z.B. eines Fensters) kann sich hier schon mal über einen Tag hinziehen.
Außerdem scheint hier jeder Handwerker nur genau das Werkzeug zu besitzen, das er unbedingt zur Ausübung seiner Tätigkeit benötigt. Aus diesem Grund hat die Installation des Durchlauferhitzers in der Dusche auch den vollen Einsatz von zwei Männern benötigt: Der Elektriker kam mit Spannungsprüfer und der Gas-Wasser-Installateur mit Rohrzange.
Sicherheitshalber haben wir das Teil wieder abgehängt. Strom und Wasser vertragen sich in dieser engen Kombination wie in unserer Dusche auch in Afrika nicht...
“Super”, dachten wir, “jetzt läuft alles”…
Falsch gedacht. Naja, zumindest fast. Gelaufen ist schließlich was.
Als wir von einem kurzen Einkaufstripp zum Markt zurück kamen, war alles Wasser aus unserem Wasserspeicher ausgelaufen. Dichtung gebrochen.
Die Dichtung war schnell repariert, aber der Tank blieb leer… Und das ganze 2 Tage.
Auch mal eine sehr interessante Erfahrung.
Erstaunlich was man alles nicht machen kann, wenn man kein (Nutz-)Wasser hat (Trinkwasser kann man zum Glück kaufen…).
Unser Nachbar, der uns am zweiten wasserfreien Tag besucht hat, war ganz entsetzt: “You are teachers now! You can send some students to bring you some water! Even if they have to walk about four kilometers to find some…”
Interessant, so läuft das hier also…
Tatsächlich kamen am Abend ca. 20 Schüler mit Wassereimern auf dem Kopf (ich frage mich noch immer, wie man mit einem randvollen 20l-Eimer auf dem Kopf laufen kann, ohne etwas zu verschütten…). Die hat wohl unser Nachbar beauftragt. Wir wollten dann doch nicht Schüler losschicken, um uns Wasser zu holen.
Das Problem war wohl ein großer Wasserspeicher in der Nähe, der erst wieder gefüllt werden musste...
Wegen dem Wasserproblem ist eine andere Sache total untergegangen: die richtige (sichere) Lagerung unserer Vorräte.
Immerhin scheinen sich die Mäuse, die freundlicherweise mit uns das Haus teilen, über unsere Tomaten gefreut zu haben... Die haben sie zumindest nachts in der ganzen Küche verteilt.
Also am nächsten Tag gleich zum Markt gefahren und ein engmaschiges Gitter gekauft (Ja, auch so etwas gibt’s hier auf dem Markt) und jede Öffnung in der Küche zugenagelt.
Jetzt scheint es, als ob wir wieder sicher unsere Vorräte lagern könnten. Mal schau'n wie lange...
Ach so, zwischendurch haben wir auch angefangen zu unterrichten.
Über den Unterricht und die Schule werde ich ein anderes Mal ausführlicher berichten. Nächste Woche finden erst einmal die Midterm Examinations statt.
Super Haus!
Groß und mit eigenem Innenhof. Vor dem Haus steht ein Bananenbaum.
Bis zur Schule sind es etwa 300m, bis zum Ort (Igawilo (mir ist noch nicht ganz klar ob das ein eigener Ort ist oder ein Stadtteil Mbeayas. Offiziell wohl letzteres.)).
Im Ort kann man eigentlich alles kaufen, was man zum Leben so braucht (oder auch nicht). Und als die einzigen zwei Weißen sind wir im Ort inzwischen gut bekannt und werden von Gemüsehändlern, DallaDalla- (Minibus-)Fahrern und kleinen Kindern umworben, sobald wir aus dem Haus gehen.
Obwohl wir nur etwa 10km von Mbeya-Stadtmitte entfernt sind, dauert die Fahrt mit dem Dalla zum Teil mehr als eine Stunde (je nach Fahrer und Fahrstil...). Aber Dalla-Fahrten sind mir einen eigenen Eintrag wert, den ich später einmal nachliefern werde. (Schließlich kann ich nicht jetzt schon über alles schreiben - nicht dass mir die Themen ausgehen... ;) )
Dass wir beide zu groß für afrikanische Maßstäbe sind, haben wir recht schnell in zweifacher Hinsicht gemerkt:
Unsere Betten sind zu kurz, dafür aber fast doppelt so breit wie Standardbetten hier (Obwohl uns Father Sanga stolz verkündet hat, er habe zu dem Schreiner gesagt: „Germans are very tall...“ - da muss wohl jemand etwas falsch verstanden haben.)
Macht ja nichts, in der Diagonale passt's.
Auch die Türen sind etwas zu niedrig für uns. Aber auch daran gewöhnt man sich erstaunlich schnell. Tut ja auch weh.
Nur die Türe im Sekretariat unserer Schule hat eine Türe in unserer Höhe. Peinlich, wenn man dort hindurchgeht und reflexartig den Kopf einzieht...
Leider waren noch nicht alle Renovierungsarbeiten am Haus erledigt, dafür hatten wir die einmalige Chance die Arbeitsweise tansanischer Handwerker näher kennen zu lernen.
Auch mal interessant.
Zeit spielt hier definitiv eine untergeordnete Rolle…
Der Einbau verschiedener Dinge im Haus (z.B. eines Fensters) kann sich hier schon mal über einen Tag hinziehen.
Außerdem scheint hier jeder Handwerker nur genau das Werkzeug zu besitzen, das er unbedingt zur Ausübung seiner Tätigkeit benötigt. Aus diesem Grund hat die Installation des Durchlauferhitzers in der Dusche auch den vollen Einsatz von zwei Männern benötigt: Der Elektriker kam mit Spannungsprüfer und der Gas-Wasser-Installateur mit Rohrzange.
Sicherheitshalber haben wir das Teil wieder abgehängt. Strom und Wasser vertragen sich in dieser engen Kombination wie in unserer Dusche auch in Afrika nicht...
“Super”, dachten wir, “jetzt läuft alles”…
Falsch gedacht. Naja, zumindest fast. Gelaufen ist schließlich was.
Als wir von einem kurzen Einkaufstripp zum Markt zurück kamen, war alles Wasser aus unserem Wasserspeicher ausgelaufen. Dichtung gebrochen.
Die Dichtung war schnell repariert, aber der Tank blieb leer… Und das ganze 2 Tage.
Auch mal eine sehr interessante Erfahrung.
Erstaunlich was man alles nicht machen kann, wenn man kein (Nutz-)Wasser hat (Trinkwasser kann man zum Glück kaufen…).
Unser Nachbar, der uns am zweiten wasserfreien Tag besucht hat, war ganz entsetzt: “You are teachers now! You can send some students to bring you some water! Even if they have to walk about four kilometers to find some…”
Interessant, so läuft das hier also…
Tatsächlich kamen am Abend ca. 20 Schüler mit Wassereimern auf dem Kopf (ich frage mich noch immer, wie man mit einem randvollen 20l-Eimer auf dem Kopf laufen kann, ohne etwas zu verschütten…). Die hat wohl unser Nachbar beauftragt. Wir wollten dann doch nicht Schüler losschicken, um uns Wasser zu holen.
Das Problem war wohl ein großer Wasserspeicher in der Nähe, der erst wieder gefüllt werden musste...
Wegen dem Wasserproblem ist eine andere Sache total untergegangen: die richtige (sichere) Lagerung unserer Vorräte.
Immerhin scheinen sich die Mäuse, die freundlicherweise mit uns das Haus teilen, über unsere Tomaten gefreut zu haben... Die haben sie zumindest nachts in der ganzen Küche verteilt.
Also am nächsten Tag gleich zum Markt gefahren und ein engmaschiges Gitter gekauft (Ja, auch so etwas gibt’s hier auf dem Markt) und jede Öffnung in der Küche zugenagelt.
Jetzt scheint es, als ob wir wieder sicher unsere Vorräte lagern könnten. Mal schau'n wie lange...
Ach so, zwischendurch haben wir auch angefangen zu unterrichten.
Über den Unterricht und die Schule werde ich ein anderes Mal ausführlicher berichten. Nächste Woche finden erst einmal die Midterm Examinations statt.